Tiersuche - Pettrailing
letzte Aktuallisierung: 31 08. 2026
Beim Mantrailing folgt der Hund dem Individualgeruch einer Person und wählt den frischesten Geruch. Das funktioniert, weil wir Menschen dauerhaft Geruch verlieren und dieser einzigartig ist. Gleiches gilt auch für Tiere. Sie sind somit genauso gut für den Hund zu verfolgen. Das heißt, ein Suchhund kann zum Beispiel einen ganz bestimmten anderen Hund suchen und finden. Diese Form der Suche wird dann als Pettrailing bezeichnet, da ein Tier (engl. „Pet“) und kein Mensch (engl. „Man“) gesucht wird, wie beim klassischen Mantrailing.
Pettrailer andere Haustiere wieder aufspüren. Natürlich bedarf es dafür einer langjährigen Ausbildung und eines gut geschulten Teams. Tiersuchhunde können nicht nur vermisste Hunde wieder aufspüren, sondern auch Katzen, Schildkröten, Pferde etc. Welches Tier der Pettrailer verfolgt, spielt für ihn keine Rolle.
Unterschied zwischen Mantrailern und Pettrailern
Wichtig ist, dass nicht jeder Mantrailer automatisch auch ein Pettrailer ist. Denn die Ausbildung zum Pettrailer stellt andere Anforderungen als die zum Mantrailer. Zwar geht es im Prinzip um dasselbe – eine Spur eines Individuums zu verfolgen –, dennoch gibt es große Unterschiede.
Zum Beispiel bei der Anzeige des Fundes: Verbellt der Suchhund das vermisste Tier oder ist er sehr aufdringlich, kann er das Tier möglicherweise erneut in die Flucht schlagen. Damit wäre der eigentliche Sucherfolg ein Misserfolg, da das vermisste Tier nun im Schock davonläuft und die Suche von Neuem beginnen muss.
Deshalb ist es wichtig, dass Tiersuchhunde lernen, bereits mehrere Meter vor dem direkten Fund zu verharren und das vermisste Tier nicht weiter aufzuscheuchen.
Zudem sollte bedacht werden, dass sich auch die Einsatztaktik von Mantrailern und Pettrailern deutlich unterscheiden kann.
Es ist zum Beispiel sehr unwahrscheinlich, dass eine vermisste Katze mit der S-Bahn weitergefahren ist, um sich in der Umgebung umzusehen. Was bei einer Vermisstensuche nach einem Menschen durchaus normal sein kann, ist bei einer Tiersuche sehr unrealistisch. Deshalb muss bereits im Vorhinein anders an die Suche herangegangen werden.
Bei Katzen macht es beispielsweise häufig keinen Sinn, sofort nach dem Tier zu suchen, sondern zunächst abzuwarten. So bekommt die Katze die Chance, sich zu orientieren und den Weg nach Hause wiederzufinden. Ein Suchhund könnte hier unter Umständen zusätzlich abschreckend auf die Katze wirken.
Experten kontaktieren
Sollte ein Hund vermisst sein, macht der sofortige Einsatz eines Tiersuchhundes meist ebenfalls keinen Sinn. Zum einen könnte der Hund dadurch noch weiter vertrieben werden, zum anderen kann es für ihn schwieriger werden, den Weg zurückzufinden.
Entlaufene Hunde kehren häufig an die Stelle zurück, an der sie entlaufen sind. Das Wichtigste ist deshalb, dass der Besitzer am Ort des Entlaufens bleibt und nicht überall herumläuft. Beine stillhalten und abwarten ist meist am effektivsten. Der Geruch des eigenen Besitzers ist für den Hund besonders vertraut und kann ihm Sicherheit geben und ihn dabei unterstützen, dorthin zurückzukehren.
Einige Ausnahmen gibt es dennoch, zum Beispiel wenn der Hund nach einem Unfall entlaufen ist oder mit einer langen Schleppleine unterwegs war. Diese Faktoren machen es wesentlich unwahrscheinlicher, dass der Hund selbstständig zurückfindet.
Im Falle eines Falles sollte frühzeitig Kontakt zu Experten aufgenommen werden, um die Situation einzuschätzen und die entsprechenden Handlungsschritte zu besprechen und einzuleiten.
Bitte sehen Sie davon ab, uns für die Suche nach einer vermissten Katze zu kontaktieren. Wenden Sie sich hierfür bitte direkt an eine auf Katzensuchen spezialisierte Organisation.
Im Münchner Umland sind beispielsweise folgende Organisationen tätig, die sich auf die Suche nach vermissten Tieren spezialisiert haben:
https://tiersuche-muenchen.com/
https://www.tiersuchhilfe-münchen.de
https://mantrailer-pettrailer.eu/bayern